Die BMW Procar Serie war eine einzelne Motorsportserie, die 1979 unter der Schirmherrschaft des BMW Motorsportleiters Jochen Neerpasch ins Leben gerufen wurde. Sie vereinte Formel-1-Piloten und Werksfahrer in baugleichen BMW M1 auf europäischen Grand-Prix-Strecken. Mehr zu diesem Thema finden Sie in Bardotk: Alles über den Saiyajin-Vater von Goku
Der Ursprung der BMW Procar Serie 1979
Die Idee für die Serie entstand aus der Notwendigkeit, den neuen BMW M1 sportlich zu positionieren. Jochen Neerpasch, damals Leiter von BMW Motorsport, entwickelte das Konzept einer einmakeigen Rennserie. Die Fahrzeuge basierten auf dem BMW M1 der Gruppe 5, der für den Sportwagen-Weltmeisterschafts-Einsatz entwickelt worden war. Neerpasch wollte eine Plattform schaffen, auf der Formel-1-Fahrer und Rennfahrer gleichermaßen konkurrieren konnten. Die Serie wurde als Vorführserie zu den Formel-1-Grand-Prix-Rennen in Europa konzipiert. So bot sie einem breiten Publikum die Möglichkeit, Top-Fahrer live zu sehen. Für zusätzlichen Hintergrund erklärt Procar-Serie das Thema ausführlicher
Die technischen Vorgaben waren streng: Alle Teams fuhren identisch vorbereitete BMW M1 mit dem bekannten M88-Motor. Die Leistung lag bei rund 470 PS, was für die Zeit beeindruckend war. Die Reifenlieferung wurde zentral organisiert, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. Jedes Rennen bestand aus einem Qualifying und zwei Rennläufen, was das Format ungewöhnlich spannend machte. Die Veranstalter setzten auf eine klare Struktur, die professionelle Teams und Fahrer anzog.
Fahrerfelder und berühmte Teilnehmer der Saison
Das Fahrerfeld der bmw procar series zog mehrere namhafte Persönlichkeiten an. Unter den Teilnehmern befanden sich aktive und ehemalige Formel-1-Fahrer wie Niki Lauda, Nelson Piquet und John Watson. Auch Rennfahrer aus der Sportwagen- und Tourenwagenszene nahmen teil. Die Mischung aus Formel-1-Profis und spezialisierten Rennfahrern war ein Alleinstellungsmerkmal der Serie. Die Teilnehmer wurden nach ihrer Qualifikation in zwei Gruppen eingeteilt, um das Fahrerfeld auszubalancieren. Für zusätzlichen Hintergrund erklärt The BMW M1 Procar das Thema ausführlicher
Niki Lauda, der 1979 kurzzeitig aus der Formel 1 zurückgetreten war, nutzte die Serie als Rückkehr in den Motorsport. Er gewann mehrere Rennen und wurde Vizemeister hinter Nelson Piquet. Piquet, der 1981 Formel-1-Weltmeister werden sollte, dominierte die Konkurrenz mit konstanten Leistungen. Die Anwesenheit solcher Namen verlieh der Serie sofort Glaubwürdigkeit und mediale Aufmerksamkeit. Die Zuschauer konnten bekannte Gesichter aus der Formel 1 in einem ungewöhnlichen Rahmen erleben.
Ablauf und Ergebnisse der einzigen Saison
Die Saison 1979 umfasste neun Veranstaltungen, die an verschiedenen europäischen Strecken stattfanden. Die Rennen fanden als Rahmenprogramm zu Formel-1-Grand-Prix-Wochenenden statt. Das erste Rennen fand in Zolder statt, das letzte in Nogaro. Nelson Piquet sicherte sich den Gesamtsieg mit mehreren Siegen während der Saison. Niki Lauda wurde Vizemeister, nachdem er in mehreren Rennen die schnellste Rundenzeit erzielt hatte.
Die Rennen waren kurz und intensiv, was die Unterhaltung für Zuschauer erhöhte. Die Nähe zu den Formel-1-Events sorgte für eine hohe mediale Präsenz. Dennoch blieb die Serie auf ein einziges Jahr beschränkt. Die Kosten für die Teilnahme und die Logistik waren erheblich, was eine Fortsetzung erschwerte. BMW konzentrierte sich danach verstärkt auf die Formel-1-Motorenlieferung und andere Programme.
Warum die Serie nur ein Jahr lief und was blieb
Die Entscheidung, die Serie nicht fortzusetzen, hatte mehrere Gründe. Die finanziellen Aufwendungen für die Teams und die Veranstalter waren hoch. Gleichzeitig bot die Serie BMW eine wertvolle Marketingplattform für den M1. Nach der einzigen Saison war das sportliche Ziel weitgehend erreicht. Der BMW M1 hatte durch die Teilnahme an der Sportwagen-Weltmeisterschaft und der Procar-Serie an Prestige gewonnen.
Was blieb, war eine einzigartige Fußnote in der Motorsportgeschichte. Die Serie wird oft als Beispiel für kreative Marketingstrategien in der Automobilindustrie zitiert. Sammler schätzen die Fahrzeuge und Erinnerungsstücke aus dieser Zeit. Die bmw procar series bleibt ein interessantes Kapitel, das zeigt, wie Automobilhersteller Motorsport für Markenaufbau nutzen können. Die Erfahrungen flossen später in andere BMW-Motorsportaktivitäten ein.
Frequently Asked Questions
Wann fand die BMW Procar Serie statt?
Die Serie wurde ausschließlich im Jahr 1979 ausgetragen. Sie umfasste neun Renneuropaweit und diente als Vorführserie zu Formel-1-Grand-Prix-Veranstaltungen an verschiedenen Strecken.
Wer gewann die BMW Procar Serie 1979?
Nelson Piquet wurde Gesamtsieg der Saison 1979. Niki Lauda belegte den zweiten Platz in der Fahrerwertung, nachdem er mehrere Rennen gewonnen und die schnellste Rundenzeit erzielt hatte.
Welches Fahrzeug wurde in der Serie verwendet?
Alle Teilnehmer fuhren baugleiche BMW M1 der Gruppe 5 mit dem M88-Motor. Die Leistung lag bei etwa 470 PS, und die Fahrzeuge wurden zentral vorbereitet, um Chancengleichheit zu gewährleisten.
Warum wurde die Serie nicht fortgesetzt?
Die hohen Kosten für Teams und Veranstalter sowie die Erreichung der Marketingziele für den BMW M1 führten zur Einstellung. BMW konzentrierte sich danach auf andere Motorsportprogramme wie die Formel-1-Motorlieferung.
Welche berühmten Fahrer nahmen teil?
Zu den Teilnehmern zählten Niki Lauda, Nelson Piquet und John Watson. Die Mischung aus Formel-1-Profis und erfahrenen Rennfahrern war ein Alleinstellungsmerkmal der Serie.
Die technische Basis und Vorbereitung der BMW M1 Procar
Der BMW M1 der Gruppe 5 diente als Grundlage für die Procar-Fahrzeuge. Das Fahrzeug war ursprünglich für die Sportwagen-Weltmeisterschaft entwickelt worden und wurde für die Serie speziell modifiziert. Der M88-Motor, eine Sechszylinder-Reihenkonstruktion mit Turboaufladung, lieferte die nötige Leistung für den Renneinsatz. Die zentrale Vorbereitung der Fahrzeuge durch BMW Motorsport sorgte für eine technische Einheitlichkeit, die in der damaligen Zeit ungewöhnlich war.
Die Reifen wurden von einem einzigen Lieferanten bereitgestellt und an alle Teams gleichmäßig verteilt. Dieses System sollte sicherstellen, dass kein Team durch bessere Reifen einen Vorteil erlangen konnte. Die Boxenorganisation und die technische Unterstützung wurden ebenfalls zentral von BMW koordiniert. Diese professionelle Infrastruktur war ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Serie.
Das Erbe der Serie in der Motorsportgeschichte
Die bmw procar series wird in der Motorsportgeschichte als einzigartiges Experiment betrachtet. Die Kombination aus Formel-1-Fahrern und baugleichen Fahrzeugen schuf eine unverwechselbare Atmosphäre. Die Serie zeigte, wie ein Automobilhersteller Motorsport als Marketinginstrument einsetzen konnte, ohne auf etablierte Serien angewiesen zu sein. Die Erfahrungen aus der Serie flossen in spätere BMW-Motorsportprojekte ein.
Heute gilt die Serie als wichtiges Kapitel in der Geschichte des BMW M1. Sammler und Enthusiasten schätzen die Fahrzeuge und Dokumente aus dieser Zeit. Die bmw procar series bleibt ein Beispiel für die Kreativität und den Mut zur Innovation, die den Motorsport der späten 1970er Jahre prägten. Die Serie wird in Ausstellungen und Publikationen über BMWs Motorsportgeschichte regelmäßig erwähnt.